Regionale Geschichte zum Anfassen im Bezirksarchiv Schwaben

„Nie wieder“ – eine Botschaft, die wohl jeder schon einmal gehört hat und die bis heute noch sehr wichtig ist. Um die Verbrechen des Nationalsozialismus und das Leid der Opfer nicht in Vergessenheit geraten zu lassen, wird uns Schülerinnen und Schülern unsere Geschichte nicht nur im Unterricht, sondern auch durch Exkursionen nähergebracht. So unternahmen auch wir, die Geschichtskurse der Q12 von Frau Frank und Herrn Krieger, am 29.04.2026 eine Exkursion zum Bezirksarchiv Schwaben in die Kaufbeurer Innenstadt. Ziel des Besuchs war es, den Opfern der sogenannten „Euthanasie“ zu gedenken und dabei nicht nur historische Hintergründe kennenzulernen, sondern auch die Lebensgeschichten einzelner Betroffener aus unserer Region nachzuvollziehen. Nach einem Impulsvortrag, in dem wir viel über bedeutende Orte der Vergangenheit sowie heutige Erinnerungsorte in Kaufbeuren und Umgebung von Dr. Schweizer, der Leiterin des Archivs, erfuhren, erhielten wir anschließend die Möglichkeit, selbst in Archivakten zu stöbern und die Schicksale einzelner Euthanasie-Opfer im Ostallgäu zu erforschen. Besonders diese persönlichen Einblicke hinterließen bei uns einen bleibenden Eindruck, da sie das Ausmaß der nationalsozialistischen Verbrechen noch greifbarer machten als bloße Zahlen und Fakten im Schulbuch. 

Text: Anja Langer und Clara Blumtritt (beide Q12) – Bild: Simone Frank